Breling, Heinrich Christoph Gottlieb, 1849 Burgdorf - 1914 Fischerhude, "Die Rast", Öl/Holz, rastender Reiter im Gespräch vor einem Wirtshaus mit Reetdach in einer norddeutschen oder niederländischen Landschaft, historisierende Genremalerei, links unten signiert, 16,5x22,5cm, Rahmen, teilvergoldet, profiliert, Ritzdekor, ca. 27x33cm.
Künstlerinformation: Deutscher Genre- und Historienmaler sowie Mitbegründer der Künstlerkolonie Fischerhude. Von 1863 bis 1869 studierte er am Technikum in Hannover. Ab 1872 war er Schüler von Wilhelm von Diez in München.
1883 wurde er zum Professor an der Akademie der Bildenden Künste München ernannt. Ab 1884 war Heinrich Breling Hofmaler von König Ludwig II. von Bayern und malte mehrere Aquarelle vom König und dessen Residenzen. Er war auch an der Ausstattung der Schlösser Herrenchiemsee und Linderhof beteiligt. 1892 siedelte Heinrich Breling mit seiner Frau Amalie, geborene Mayer (1856–1933) und den sechs Töchtern endgültig nach Fischerhude um.
Seine Enkelin aus gleicher Ehe, Cato Bontjes van Beek, wurde am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee als Mitglied der von der Funkabwehr der Nationalsozialisten so genannten ‚Roten Kapelle‘ durch das Fallbeil hingerichtet. Seine zweitälteste Tochter Louise Modersohn-Breling (1883–1950) war mit dem deutschen Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865–1943) verheiratet. Sein Enkel aus dieser Ehe ist der Maler Christian Modersohn. Seine Tochter Amelie Breling (1876–1965) wurde Lehrerin in Hannover, Malerin, Bildhauerin und Keramikerin; mit ihrem Schwager Jan Bontjes van Beek gründete sie 1922 die Fischerhuder Kunstkeramik.
Heinrich Breling wurde als Genre- und Historienmaler bekannt; ein wichtiges Thema waren Kriegs- und Schlachtendarstellungen. Seine späteren, sich dem Impressionismus annähernden Arbeiten blieben weitgehend unbeachtet.
Literatur: Internet
Kategorie: Gemälde